Aus den Tiefen der Seelen steigt er empor
Die Liebe zum Leben verflucht ihn zuvor
Der Tod ist sein Vater und die Mutter heißt Sieg
Vernichter des Friedens Dein Name ist Krieg

Die Angst ist die Hure und der Hass ist sein Knecht
Er ist die Rache der Götter am Menschengeschlecht
Die Falken lechzen nach der Tauben Blut
Mit dem Fleische sie nähren die gierige Brut

Dieser Gott gebiert das was er verzehrt
Er tötet den Krieger der ihn verehrt
Doch indem er verbreitet Armut und Not
Erschafft er sich neue für Wasser und Brot

Erst wenn das Land ist tot, leer und verbrannt
Verliert er an Macht und wird langsam verbannt
Doch triumphieren die Sieger und verlangen nach mehr
Besucht er die Nachbarn mit grausamem Heer

Erst wenn die Einsicht den Blutgott lähmt
Weil das Volk sich seiner Toten grämt
Zerbricht des Krieges gieriger Schlund
Versinkt er wieder auf der Seelen Grund

Er wartet geduldig auf den traurigen Tag
An dem wir ihn rufen zum Gegenschlag
Denn immer haben die Feinde zuvor
Zum Blutgott gebetet in kreischendem Chor

13.1.07 01:32

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